Kreuzweg der Realschule St. Ursula am Aschermittwoch als ein „etwas anderer“ Wandertag

Dorsten, Bottrop. Zu Beginn der Fastenzeit am Aschermittwoch machten sich 650 Schülerinnen und Schüler und ihre 35 Lehrerinnen und Lehrer gemeinsam auf den Weg zur Halde Haniel. Ihr Ziel war auf dem Berg das große Holzkreuz. Das war bereits der 2. Schulausflug zum Kreuzweg der Ursulinen-Künstlerin S. Paula, Tisa von der Schulenburg.

Schülerinnen hatten sich gegen Kälte und Nässe gewappnet und gingen diesen Weg, vorbei an 15 Stationen eines Kreuzweges mit Werken der Künstlerin und Gerätschaften aus der Vergangenheit des Bergbaus. Vor dem Kreuz lag der steile Anstieg auf die 126 Meter hohe Halde Prosper-Haniel in Bottrop. Er zieht Jahr für Jahr viele Christen an. Jede Station empfindet den Kreuzweg von Jesus nach. Die Geräte aus dem Bergbau sind bewusst zu den Stationen ausgewählt worden. Schülerinnen der 10. Klassen lasen dazu Texte vor und hatten Aktionen vorbereitet, um ihren Mitschülern die Verbindung des biblischen Geschehens mit dem heutigen Leben zu erklären. DSCI0268 Medium

In diesem Jahr war das Kreuz besonderer Mittelpunkt der Veranstaltung gewesen. Dort hatte der damalige Papst Johannes Paul II. eine Ansprache gehalten, die heute noch aktuell ist. An der gleichen Stelle beteten die Schülerinnen und Schüler für die gegenseitige Achtung und Respekt vor den Mitmenschen. Die Forderung des Papstes nach Solidarität mit den ausländischen Mitbürgern und die christliche Offenheit, Menschen anderer Kulturen vorbehaltlos zu begegnen, sollte den Schülerinnen deutlich werden im Gedenken an das Leid der vielen Menschen, die unter Krieg, Verfolgung und Not litten. Die Fastenzeit 2015 soll dazu ermutigen, Schritte aufeinander zuzugehen und gemeinsam umzudenken, wo Leben nicht nur friedlich verläuft.

Auf dem Rückweg hatten viele Schülerinnen neue Eindrücke gesammelt, wenn auch das Wetter nicht recht mitspielte. Es war so nebelig, dass man die Klassen vor sich schon nicht mehr sehen konnte. So viele Schülerinnen hin- und zurück zu transportieren, bedurfte es schon einiger Logistik, die das Vorbereitungsteam aus Schülerinnen der 10 c und 10 d und den LehrerInnen I. Grogoritsch T. Rüter, M. Starke und H. Sprenger geplant hatte.

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